10.04.2019 | Leipzig erinnert an Luther und die Disputation

Mit Veranstaltungen im Jubiläumsjahr 2019 und einem Erinnerungsort am Neuen Rathaus

Leipziger Disputation Erinnerungsort Burgplatz 2
Der Erinnerungsort zur Leipziger Disputation auf dem Burgplatz in Leipzig (Foto: Stadt Leipzig)
Genau 500 Jahre ist es her, dass in Leipzig ein folgenreiches Streitgespräch den Fortgang der Geschichte veränderte: Bei der „Leipziger Disputation“ trafen im Sommer 1519 der Reformator Martin Luther und der papsttreue Theologe Johannes Eck aus Ingolstadt auf der Pleißenburg aufeinander – das wortgewaltige Duell endete mit dem endgültigen Bruch Luthers mit dem Papsttum. Daran erinnert die Stadt Leipzig im Jubiläumsjahr 2019 mit Veranstaltungen, wie Konzerten und Debatten (einen Überblick gibt es hier). Interessierte, die nach Leipzig kommen, finden zudem am Burgplatz einen Erinnerungsort.

Die einstige Pleißenburg, der historische Ort der Disputation, existiert heute nicht mehr. Die Burganlage wurde bereits 1547 zerstört. Seit 1905 steht hier das imposante Neue Rathaus. Als im Jahr 2017 in Deutschland das Jubiläum „500 Jahre Reformation“ gefeiert wurde, erhielt Leipzig an historischer Stelle einen neuen Erinnerungsort: An der Ostseite des Neuen Rathauses (Hugo-Licht-Straße) wurde eine Installation zum Gedenken an die Leipziger Disputation von 1519 eingeweiht. Der Erinnerungsort zeigt die Porträts von Martin Luther und Johannes Eck und enthält folgenden Text:

„LEIPZIGER DISPUTATION Vom 27. Juni bis zum 15. Juli 1519 fand im Markgräflichen Schloss, später Pleißenburg genannt, das Streitgespräch zwischen Martin Luther und Johannes Eck über die Glaubenspraxis und die Autorität der Kirche statt. Diese Disputation, ausgetragen vor dem Landesherrn Herzog Georg von Sachsen, wurde nicht nur zu einem Hauptereignis der Leipziger Kirchengeschichte, sondern war von epochaler Bedeutung für die Entwicklung von Martin Luthers Denken und den weiteren Verlauf der Reformation. Während dieser Debatten wurden die Weichen für den endgültigen Bruch mit dem Papsttum gestellt. Das im Jahr 1905 eingeweihte Neue Rathaus befindet sich auf einem Teil der ehemaligen Pleißenburg.“

Der Erinnerungsort wurde vom Leipziger Künstler Harald Alff im Auftrag des Kulturamtes gestaltet. Dieser schuf auch die Ergänzungen, die eine Kurzfassung des Textes in englischer Sprache und in Braille (Blindenschrift) zeigen und im Juni 2019 angebracht werden.
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