Thomaskirche in Leipzig

Wo Luther predigte und Bach den Ton angab

Felix Mendelssohn Bartholdy

Felix Mendelssohn Bartholdy
Felix Mendelssohn Bartholdy nach Carl Jäger, um 1870 (Foto: Archiv Mendelssohn-Haus)
Auch Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) – ebenfalls untrennbar mit Leipzig verbunden – war für die evangelische Kirchenmusik prägend. Der Sohn jüdischer Eltern konvertierte bereits als Kind zum Protestantismus. Seine tiefe Religiosität beeinflusste sein musikalisches Schaffen grundlegend. So komponierte er neben der „Reformationssinfonie“ auch die beiden herausragenden Oratorien „Paulus“ und „Elias“. Außerdem gilt Mendelssohn als Wiederentdecker Johann Sebastian Bachs, der nach seinem Tod zunehmend in Vergessenheit geriet. Seine Werke passten nicht mehr zum Zeitgeist. Das änderte sich schlagartig, als der erst 20-jährige Mendelssohn 1829 die Matthäus-Passion zur Aufführung brachte und damit die „Bach-Renaissance“ einleitete.
Tipp: In Mendelssohns einstiger Wohnung in der Goldschmidtstraße ist heute das weltweit einzige Mendelssohn-Museum untergebracht. Die Besucher können nicht nur einen Blick in die authentischen Wohnräume werfen, es gibt auch zahlreiche interaktive Stationen zu Leben und Werk des Komponisten.